Zum ersten Mannschaftskampf in der neuen Saison mussten wir beim starken Aufsteiger Ketsch 2 antreten und verloren knapp mit 3,5:4,5.
Nach relativ kurzer Spieldauer musste Michael F. an Brett 8 die Überlegenheit seines Gegners anerkennen, der ihn überspielte. Hein-Peter gelang an 7 ein schöner Sieg, als er nach sauberer Eröffnungsbehandlung seinen Gegner immer wieder zu schweren Grübelphasen zwang. Im Endspiel drohte er dann raffiniert Matt, was forciert zum Qualitätsverlust und wenig später zur Aufgabe seines Gegners führte. Eine sehr gute Leistung! Bemerkenswert, dass alle 8 Partien zeitlich von hinten nach vorne entschieden wurden. Ingo hatte an Brett 6 mit Schwarz den spielstärksten Ketscher gegenüber, aber er verteidigte sich sehr gut und hatte sogar die etwas bessere Stellung. Aber das Remis geht voll in Ordnung. Patrick an 5 sorgte mit seinem Gegner für reichlich Wirbel und es ist unklar, ob einer der beiden klare Gewinnchancen hatte. Er bot gegen einen ebenfalls stärker eingeschätzten Gegner in schwieriger Stellung remis und dieser riskierte keine Komplikationen. 2:2
An den ersten vier Brettern wurde deutlich länger gespielt. An 4 kam ich sehr sauber aus der Eröffnung und mein Läuferpaar kompensierte meinen Zentrumsisolani. Leider fand mein Gegner den strategisch richtigen Plan und ich musste einen Läufer gegen einen stark postierten Springer tauschen. Die Stellung war aber solide und ich verteidigte gewissenhaft. Auch hier Remis. Rückkehrer Aristoteles spielte an 3 eine spannende Eröffnung, die ihm mit Sicherheit noch viele Punkte einbringen wird. Leider verlor er im Mittelspiel etwas den Faden, aber auch bei ihm war gegen einen starken Gegner das Remis nie gefährdet, das er auch cool nach Hause brachte. Dennis an 2 kannte sich in der Eröffnung gut aus. Er opferte einen Bauern für aktives Spiel und sein Gegner musste immer die richtigen Züge finden, um nicht in Rückstand zu geraten. Am Ende war das Doppelturmendspiel sehr remisträchtig und dazu kam es dann auch. Peters Gegner an 1 spielte eine "komische" Damengambitvariante und seine Stellung sah auch etwas ungesund aus, zumal Peter das Läuferpaar gegen das Springerpaar hatte. Allerdings standen die Springer auf guten Feldern. Mit nur noch wenigen Minuten vor der Zeitkontrolle wollte Peter einen Turm tauschen, was taktisch dazu führte, dass sein Gegner taktisch mit 2 Springern gegen einen Turm herauskam. Hätte Peter einen Springer vorher abgetauscht wäre alles gut gewesen. So aber war die Stellung nicht mehr zu halten und wir hatten unglücklich verloren.
Gegen einen deutlich stärker eingeschätzten Gegner konnten wir gut mithalten und ein 4:4 war absolut möglich. Dass stimmt zuversichtlich, aber das einzige Ziel kann nur der Klassenerhalt sein.