Raimo Vollstädt. In der 7. Runde der Landesliga gastierte der SK Mannheim bei der Reserve des SV Hockenheim. Diese hatten ihre Aufstellung gegenüber der Vorrunde, in der sie sich mit einem 4:4 gegen Schlußlicht SSC Altlußheim begnügen mussten, deutlich verstärkt. Somit war ein enger Kampf zu erwarten, bei geringfügigen Wertungsvorteilen für die Hockenheimer.
Zunächst remisierte Dr. Tatiana Rubina am Spitzenbrett, hier bot sich für beide Spielenden keine Möglichkeit, einen Angriff einzuleiten, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Hans Guggenheim steuerte einen weiteren halben Punkt bei. In einem Leichtfigurenendspiel sah er sich der Bauernmajorität des Hockenheimers am Damenflügel ausgesetzt, neutralisierte diese jedoch ohne größere Probleme.
Nach knapp 4 Stunden brachte Jana Basovskiy die Mannheimer in Führung. In hochgradiger Zeitnot schaffte Jana es, einen Mattangriff aufs Brett zu zaubern, den ihr Gegenspieler nicht parieren konnte. Diese Führung hatte jedoch nicht lange Bestand. Peter Sewarte, mit zuvor 5,5 Punkten aus 6 Partien der Topscorer der Mannheimer, musste seine erste Niederlage hinnehmen. Eigentlich bleibt bei Peter immer eine seiner Leichtfiguren möglichst lange auf seinem Ausgangsfeld, diesmal der weißfeldrige Läufer. Aber dieser harrte in diesem Spiel zu lange aus, ein gegnerischer Freibauer drohte auf der 6. Reihe bereits bedrohliches, die Partie war nicht zu halten.
Am dritten Brett remisierte Christian Vetterolf. Sein Hockenheimer Gegenüber opferte eine Qualiät, um sich von Christians Druck zu befreien, aber die Figuren des Mannheimers standen zu unkoordiniert, so dass er daraus kein Kapital schlagen konnte.
Mit einem Doppelschlag gelang es den Hockenheimern, den Kampf für sich zu entscheiden. Dirk Eulberg wickelte in ein dubioses Leichfigurenendspiel ab, er mit einem Springer, sein Gegner mit einem Läufer. Allerdings standen Dirks Bauern auf den Feldern der Läuferfarbe, so dass einer nach dem anderen verlustig ging. Als der Mannheimer sich auch noch seinen Springer einsperren ließ, war es endgültig zu Ende. Die zweite Niederlage geht auf das Konto von Peter Kilthau, der in dieser Saison überhaupt nicht zu seiner Form findet. Bis zum Mittelspiel sieht es immer gut aus. Leider bringt sich Peter mit ungenauen Zügen stets selbst um die Früchte seiner Bemühungen. Somit stehen für den SK-Spieler in dieser Saison bereits sechs Niederlagen in sechs Spielen zu Buche.
Da der Mannschaftskampf nunmehr entschieden war, willigte Raimo Vollstädt nach fünfeinhalb Stunden in das Friedensangebot seines Gegners ein und teilte den Punkt zum 3:5 Endstand aus Mannheimer Sicht. In der nächsten Runde gastiert der Tabellenführer SF Heidelberg in der Neckarstadt, dass wird nicht leichter.
23.03.26, 16:40 Uhr veröffentlicht von Christian Vetterolf
Raimo. In der 6. Runde der Landesliga kam es zum Duell der beiden größten Mannheimer Schachvereine. Der SK Mannheim empfing den SK Mannheim-Lindenhof, wobei die Gäste als aktueller Zweitplatzierter deutlich favorisiert waren.
Als erstes remisierte am 8. Brett Christian Strieck, der beim SK als Ersatzspieler zum Einsatz kam. Sicher wickelte er seine Partie in ein Leichtfigurenendspiel ab, so dass alsbald die Friedenspfeife geraucht werden konnte. Als sich Dirk Eulberg eine vergiftete Qualität einverleibte, sah sich sein König plötzlich bedrohlich den gegnerischen Schwerfiguren gegenüber, das war nicht mehr zu parieren.
Lindenhof baute seine Führung weiter aus. Peter Kilthau fehlt in dieser Saison weiterhin das nötige Glück. Nach guter Eröffnungsbehandlung kam ihm wieder einmal im Mittelspiel Material und somit der Punkt abhanden. Einen weiteren halben Punkt steuerte Raimo Vollstädt bei. Mit dem jeweils verbliebenen Läuferpaar blockierten sich alle Bauern gegenseitig, so dass es für keinen der beiden Spieler mehr voranging.
Peter Sewarte verkürzte das Ergebnis, als er mit einem Abzugsschach eine Leichtfigur und somit später auch seine Partie gewann. Der SK-ler spielt eine ganz starke Saison, 5,5 Punkte aus 6 Partien sind sein Lohn. Auch an den beiden Spitzenbrettern wurden die Punkte geteilt. Eine kämpferische Leistung der beiden SK-Spieler Matthias Iacsa und Christian Vetterolf, die es mit nominell deutlich besseren Spielern aufzunehmen hatten.
Und dann hätte der SK Mannheim fast doch noch an der Sensation geschnuppert. In einer scharfen taktischen Partie übersah Hans Guggenheim eine zwingende Mattkombination und wurde daraufhin ausgekontert; 3:5 somit der Endstand aus Sicht der Gastgeber.
Da überraschend sowohl die SF Steinsfurt als auch der SSC Altlußheim zu einem Punktgewinn kamen, belegen nunmehr gleich vier Mannschaften mit je 3 Punkten die untere Tabellenhälfte.
Es wird ein spannendes Saisonfinale!
22.02.26, 19:35 von Frank SchmidtRaimo Vollstädt. Es war eine kurze Reise bis nach Weinheim, wo der SK Mannheim beim dortigen Schachklub in der 5. Runde der Landesliga zu Gast war. Aber es sollte ein langer Tag werden.
Früh teilte sich Hans Guggenheim mit seinem Gegenspieler den Punkt. Die meisten Figuren waren schnell abgetauscht, im verbliebenen Leichtfigurenendspiel standen sich die restlichen Bauern ausnahmslos gegenüber, das Remis war folgerichtig.
Anschließend erwischte es leider Peter Kilthau, der in dieser Saison noch nicht zu seiner Form gefunden hat. Nach guter Eröffnungsbehandlung wickelte er einen Bauernabtausch falsch herum ab, worauf einer seiner Bäuerchen verlustig ging, alsbald ein zweiter. So war die Stellung nicht mehr zu halten.
Peter Sewarte glich aus. Bereits im 8. Zug strich er kompensationslos einen Bauern ein, sicherte sich wenig später noch das Läuferpaar. Nachdem der Weinheimer auch noch den Damentausch anbot und einen seiner Springer ins Abseits manövrierte, spielte sich die Partie mit vorpreschenden Zentrumsbauern fast wie von allein.
Am Spitzenbrett erkämpfte Tatiana Rubina in einem schwierigen Leichtfigurenendspiel mit versprengten Bauern auf beiden Seiten ebenfalls einen halben Punkt. Nach weit über 4 Stunden Spielzeit traf es dann fast zeitglich Matthias Iacsa und Dirk Eulberg, die beide ihre Partien zum 2:4-Zwischenstand aus Mannheimer Sicht verloren geben mussten. Bei beiden sah es nach der Eröffnung eigentlich gut aus. Matthias ließ aber im Mittelspiel einen Gegenangriff zu, der ihn erst einen Bauern kostete. Als ein gegnerischer Bauer zur Dame strebte, war dies nur mit Materialverlust zu verhindern, was ihn die Partie kostete. Auch Dirk war zunächst im Angriffsmodus. Nach einem heftigen Schlagabtausch brachen seine Verteidigungslinien jedoch zusammen.
Just im 40. Zug, also direkt vor der Zeitkontrolle, verpasste Raimo Vollstädt mit 30 Sekunden Restbedenkzeit auf der Uhr den gewinnbringenden Zug. Just als der Weinheimer zum Angriff blasen wollte, setzte der Mannheimer einen tückischen Konter und hätte mit dem Siegzug den Sack endgültig zumachen können. Stattdessen musste Raimo in die Punkteteilung einwilligen.
In der letzten noch laufenden Partien wurden die Zuschauer auf eine harte Geduldsprobe gestellt, dauerte diese doch fast 6,5 Stunden, bis das Ergebnis feststand. Christian Vetterolf erarbeitete sich zunächst einen Freibauern, der aber nicht wirklich vorwärts kam. Stattdessen ließ er zu, dass sich die gegnerische Dame und Turm auf seiner Grundreihe einnisteten. Bei zunehmend knapper Bedenkzeit, es waren schon weit über 60 Züge gespielt, und beide Spieler lebten schon fast vom Inkrement, machte es der Weinheimer Spieler dann aber auch wirklich gut. Mit 3 Minuten auf der Uhr - bei Christian lief die Uhr manchmal bis auf unter eine Minute herunter – fand er die stärksten Züge und zwang den Mannheimer letztlich zur Aufgabe.
2,5:5,5 somit der Endstand gegen eine starke Weinheimer Mannschaft, die damit in der Tabelle an den Mannheimern vorbeizieht. Die nächste Runde findet bereits am 22. Februar statt, dann gastiert Mannheim-Lindenhof in der Neckarstadt. Die liegen derzeit mit 8 Punkten auf dem 3. Platz, der SK Mannheim mit 3 Punkten auf dem siebenten Rang.
Raimo. In der 4. Runde der Landesliga war die erste Mannschaft des SK Großsachsen zu Gast in Mannheim. Die Mannschaft von der Bergstraße zeichnet sich durch ihre Kompaktheit aus, ist sie doch durchgehend ausgeglichen stark besetzt. Und dass sie sich in Mannheim etwas vorgenommen hatte, zeigte ihre Aufstellung deutlich; Großsachsen trat in Bestbesetzung an.
Dennoch gelang es Dr. Tatiana Rubina am Spitzenbrett früh, die Mannheimer in Führung zu schießen. Ihr Gegner übersah eine todbringende Mattdrohung. Leider währte dieser Vorsprung nicht lange, da Jana Basovskiy den Ausgleich zulassen musste. In einer zweischneidigen Stellung hatte ihr deutlich stärkerer Gegner das bessere Ende für sich.
Es folgten zwei Friedensschlüsse an den hinteren Brettern. Bei Hans Guggenheim war die Stellung recht verschachtelt, keiner der beiden Spieler hätte einen Angriff starten können, ohne sich selbst eine Blöße zu geben. Anders sah es bei Peter Sewarte aus. Optisch stand er zwar schlechter, doch die Stellung war voller taktischer Finessen, so dass niemand wirklich wusste, wer denn nun besser steht. Die Kontrahenten entschieden sich daher, lieber den Punkt zu teilen.
Danach drehte Großsachsen das Spiel, als Matthias Iacsa bei seinem Angriff eine Leichtfigur abhanden kam. Leider fiel damit auch seine Stellung völlig in sich zusammen. Und bei den verbleibenden drei Partien sah es nicht wirklich nach einer Gewinnstellung für die Mannheimer aus.
So kam es dann auch, alle restlichen Spiele endeten mit einer Punkteteilung. Raimo Vollstädt fand sich nach einer ereignisarmen Partie in einem Springerendspiel mit vier sich gegenüberstehenden Bauern wieder, da ging nichts mehr. Mehr los auf den Brettern war sowohl bei Dirk Eulberg als auch bei Christian Vetterolf. Doch als der Großteil der Schlacht geschlagen war, mussten beide in den Verteidigungsmodus schalten, die Angriffschancen waren eher mau.
Somit verliert der SK Mannheim gegen Großsachsen denkbar knapp mit 3,5:4,5, verbleibt aber auf dem 7. Tabellenplatz. In der nächsten Runde am 1. Februar steht das Duell beim SK Weinheim an, der durch seinen ersten Saisonsieg bis auf einen Mannschaftspunkt an die Quadratestädter herangerückt sind.
11.01.26, 18:21 von Frank Schmidt
Raimo. Nach einem durchwachsenen Start in der Landesliga Nord 1 bei zwei Heimspielen mit einer knappen, aber vermeidbaren Niederlage gegen den SK Sandhausen (3,5:4,5) und einem schwer erkämpften Unentschieden gegen die Drittvertretung des SV Walldorf (4:4) sollte für die Erste des SK Mannheim 1946 beim ersten Auswärtsspiel der Saison gegen Mitaufsteiger SF Steinsfurt endlich der erste Sieg her. Die Fahrt nach Sinsheim-Steinsfurt war zugleich die weiteste Fahrt der Saison. Durch die Terminüberschneidung mit der 2. Frauenbundesliga Süd, wo Tatiana Rubina und Jana Basovskiy als Gastspielerinnen für die Karlsruher Schachfreunde antraten, traten die Mannheimer die Reise ersatzgeschwächt an. Die Umstellung hatte auch zur Folge, dass einige Spieler bereits zum dritten Mal mit der gleichen Farbe spielen mussten.
Dennoch verlief der Auftakt vielversprechend. Bereits nach kurzer Zeit sammelte Hans Guggenheim gegen seinen völlig indisponierten Gegner den ersten vollen Punkt ein. Hans überspielte den Steinsfurter komplett, und nachdem dessen Dame vom Mannheimer gefesselt wurde, fand die Partie ein schnelles Ende. Nur wenig länger benötigte Peter Sewarte für seinen Sieg. Er wickelte in ein gewonnenes Endspiel mit deutlichem Raumvorteil ab. Die Schlusspointe war durchaus sehenswert; mit einem Turmopfer stellte der SK-Spieler eine unparierbare Mattdrohung auf. Peter ist zudem mit 3 Punkten aus drei Spielen unser aktueller Topscorer.
Am Spitzenbrett lehnte Christian Vetterolf zunächst trotz Minusbauer ein Remisangebot seines Gegenübers ab, sperrten doch seine verdoppelten Türme auf der G-Linie den gegnerischen König gefährlich auf der äußeren H-Linie ab. In hochgradiger Zeitnot verpasste Christian leider den Gewinnzug mit seinem Springer, so dass diese Partie am Ende doch ihren Friedensschluss fand. Leider musste Mourtada Kaadan zwischenzeitlich seine Partie aufgeben, als er in einem reinen Bauernendspiel austempiert wurde.
Raimo Vollstädt stellte den alten Abstand wieder her. Nach passiver Eröffnungswahl seines Gegners gewann der Mannheimer zunächst einen Bauern, dann noch eine Leichtfigur. Der Steinsfurter ließ sich trotz des erdrückenden Materialnachteils nicht vom Weiterspielen abbringen, so dass Raimo ihn mit Springer, Bauer und Turm auf der Grundreihe mattsetzen musste. Doch Steinsfurt verkürzte erneut. Peter Kilthau, in seiner dritten Schwarzpartie der Saison, kam unterwegs eine Qualität abhanden, dies war nicht mehr zu kompensieren.
Bei den beiden noch laufenden Partien wurden Zuschauer und Mannschaftskollegen auf eine harte Probe gestellt, denn sie gingen weit über 5 Stunden. Dirk Eulberg kam mit starkem Angriff aus der Eröffnung, verpasste es aber, mit aktiven Zügen im Mittelspiel den Sack zuzumachen. Sein Gegner kam mit einer Qualität weniger, aber drei starken Bauern mehr ins Endspiel. Als die Kibitze sich einig waren, dass die Vorteile eher auf Seiten der Gastgeber lagen, stellte der Steinsfurter völlig unerwartet seinen letzten Läufer ein und verdarb damit die Partie. Den Mannheimern war es egal, bedeutete Dirks Punkt doch den Mannschaftssieg.
Die längste Partie des Tages – fast sechs Stunden – spielte Rolf Simikin, der aus der 2. Mannschaft der Mannheimer eingesprungen war. Im Bauernendspiel baute er trotz Minderqualität eine Festung auf, und sein Springer schützte zuverlässig seine Bauern. Der König des Steinsfurters konnte nicht eindringen, und sein Turm konnte auch nur hin- und herlavieren. Nichtsdestotrotz wurde munter weitergespielt. Am Ende kam doch noch mächtig Bewegung in die Partie, beide Spieler holten sich jeweils eine neue Dame. Da Rolf aber zuerst umwandelte, konnte er problemlos zum Dauerschach und somit zum Remis abwickeln.
Somit gelang mit dem 5:3 aus Mannheimer Sicht der erste Sieg dieser Saison, und ein immens wichtiger dazu, ist Steinsfurt ja ein direkter Wettbewerber um den Klassenerhalt. Der SK Mannheim überwintert nach drei Runden mit drei Punkten auf dem 6. Tabellenplatz, diese ist jedoch noch eng zusammen. Am Ende liegt derzeit überraschend der SK Weinheim, der dort sicher nicht hingehört. In der nächsten Runde am 11. Januar 2026 ist der SK Großsachsen in Mannheim zu Gast, eine spielstarke Mannschaft, die mit einem Punkt mehr derzeit auf Rang vier der Tabelle zu finden ist.
30.11.25, 20:26 von Frank Schmidt
Raimo Vollstädt. Die Schlussrunde aller Schachligen von Teilen der Landesliga bis hin zur Einsteigerklasse wurde erneut in Reilingen als zentrale Veranstaltung durchgeführt, mittlerweile schon eine kleine Tradition. Der SC Reilingen erwies sich wiederum als hervorragender Gastgeber, auch wenn ihre erste Mannschaft unglücklich – gleich fünf Mal in dieser Saison verlor man 3,5 : 4,5 – den Gang aus der Landesliga in die Bereichsliga antreten muss.
Den umgekehrten Weg geht die 1. Mannschaft des SK Mannheim, dies stand bereits vor der letzten Runde fest. Am Ende trennte man sich vom Drittplatzierten SC Leimen 4:4, wobei die meisten Partien wahrlich ausgekämpft wurden. Leimen, selbst mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestartet, gratulierte den Mannheimern fair vor Rundenbeginn zum Aufstieg.
Besonders erfreulich ist ebenfalls, dass die zweite Mannschaft des SK am Ende den Klassenerhalt in der Bereichsliga mit einem sicheren Sieg gegen die Reserve der SF Heidelberg feiern konnte und die Saison auf dem 7. Platz abschloss.
Zeit für ein Saisonfazit: Nach dem Abstieg in der vergangenen Saison, der vor allem auf den zu kleinen Kader und zu viele Ausfälle in der Stammformation zurückzuführen war, wurde der direkte Wiederaufstieg in die Landesliga eindeutig als Saisonziel formuliert. Dafür wurde der Kader vergrößert, und auch innerhalb des Vereins der Fokus auf dieses Ziel gelegt.
Dirk Eulberg übernahm auf eigenen Wunsch das 1. Brett und tat das mit Bravour. Bei der teils deutlich stärkeren Gegnerschaft schloss er die Saison mit einer ausgeglichenen Punktebilanz (2 Siege, 5 Remis, 2 Niederlagen) und einem leichten DWZ-Plus ab. Dahinter kam Mourtada Kaadan leider aus gesundheitlichen Gründen(1 Sieg, 2 Niederlagen) nur drei Mal zum Einsatz. Wir wünschen Mourtada gute Genesung und hoffen, dass wir ihn nächste Saison wieder am Brett begrüßen können. Eine starke Saison spielte ebenfalls Tatiana Rubina (4 Siege, 1 Remis), die ihre Wertungszahl damit leicht verbessern konnte. Arian Wick kam auf Grund seiner Arbeitsbelastung, die mit der Aufnahme seines Studiums einher ging, diese Saison nicht zum Einsatz.
Matthias Iacsa (5 Remis, 1 Niederlage) spielte solide, jedoch ein Sieg war ihm nicht vergönnt. Dies kostet in leider einige DWZ-Punkte. Seine Wertungszahl bestätigen konnte Mannschaftsführer Raimo Vollstädt (2 Siege, 6 Remis), der die Saison über ohne Niederlage blieb. Jana Basovskiy kam auf Grund ihres längeren Studienaufenthaltes in Kanada erst zum Ende der Saison zum Einsatz (3 Remis), wobei sie in der letzten Runde am Spitzenbrett der Mannheimer Zweitvertretung „aushalf“. Unser Neuzugang Michael Wagner (2 Siege, 3 Remis, 2 Niederlagen) fügte sich hervorragend ins Team ein, wobei seine DWZ-Zahl, die er nach der Saison erhalten wird, ihn sicher unterbewertet.
Kommen wir zu unseren Topscorern: Hans Guggenheim (6 Siege, 1 Remis) spielte diese Saison etwas weiter hinten, dafür aber ganz stark. Nur einen halben Punkt gab Hans ab, und oftmals war er derjenige, der für uns das 1:0 schoß. Ein ordentlicher DWZ-Zuwachs ist sein Lohn dafür. In den Top 10 der Bereichsliga schaffte Hans es mit dem 3. Platz aufs Treppchen, herzlichen Glückwunsch.
Über den Platz an der Sonne in den Top 10 darf sich Christian Vetterolf (7 Siege, 2 Remis) freuen, kein Spieler der Bereichsliga erzielte ein annähernd so gutes Ergebnis. Hierbei soll nicht unerwähnt bleiben, dass sich mit Paul Kreibich (6 Siege, 1 Niederlage) ein Spieler unserer zweiten Mannschaft mit Platz 6 ebenfalls in die Top 10 spielte. Beiden ebenfalls herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung! Christian Vetterolf wurde vor der Saison aus der zweiten Mannschaft des SK Mannheim fest für die Erste „verpflichtet“, ein richtiger Schachzug. Der Vereinsvorsitzende, der neben dem eigentlichen Schachspielen für eine ganze Reihe organisatorischer Aufgaben verantwortlich zeichnet, darf sich über einen DWZ-Zuwachs von über 40 Punkten freuen.
Mit Peter Sewarte (3 Siege, 5 Remis, 1 Niederlage) wechselte ein weiterer Spieler aus der zweiten Mannschaft. Trotz positivem Ergebnis konnte Peter seine DWZ-Zahl nicht ganz bestätigen. Für den Mannheimer Jugendwart spricht aber seine Zuverlässigkeit. Neben Dirk und Christian nahm Peter an allen 9 Mannschaftskämpfen teil.
Nicht vergessen sein sollen unsere Ersatzspieler Moritz Briedermann (1 Sieg, 1 Niederlage in der Ersten), Dennis Koch, Boris Sterzer, Ralf Kissel, Leonard Ruppert und Frank Schmidt (alle jeweils 1 Sieg) sowie Christoph Thunig (1 Remis). Sie machten ihre Sache allesamt gut. In der letztjährigen Abstiegssaison mussten 27 Spiele von „Ersatzspielern“ bestritten werden, in dieser Saison nur 8. Auch dies ist ein deutlicher Unterschied und war ein Garant des Wiederaufstiegs.
Nun heißt es wieder Landesliga, gemeinam mit dem SK Lindenhof, der aus der Verbandsliga abgestiegen ist, als ranghöchste Mannheimer Vereine. Hier wird man sich eher in der unteren Tabellenhälfte wiederfinden, der Klassenerhalt ist natürlich das gesetzte Ziel. In diesem Jahr spielte der SK Mannheim mit einem DWZ-Durchschnitt von 1814 in der Bereichsliga, in der Landesliga lag er bei 1842. Davon ist man nicht weit weg, aber leicht wird es auf keinen Fall. Es wird wiederum viel davon abhängen, wie zuverlässig alle mitspielen werden.
19.05.25, 11:46 von Christian Vetterolf
Letzte Änderung: 19.05.25, 11:46 von Christian Vetterolf
... und direkter Wiederaufstieg in die Landesliga – und das in der Vorschlussrunde!
Raimo. Der Plan ist aufgegangen. Aber es war eine Zitterpartie gegen die Drittvertretung der SV 1930 Hockenheim. Da selbst noch abstiegsgefährdet, reisten sie in starker Besetzung beim SK Mannheim an.
Dennoch brachte Hans Guggenheim die Mannheimer wieder einmal in Führung. Seinem stark vorgetragenem Angriff hatte der Hockenheimer nicht viel entgegenzusetzen. Dann jedoch verlor Matthias Iacsa seine eigentlich ausgeglichene Partie. Matthias unterschätzte einen Zentrumsvorstoß seines Gegenspielers, so dass seine Stellung in sich zusammenfiel.
Zu allem Überfluss verlor auch Michael Wagner, der sich zuvor bereits eine Gewinnstellung erarbeitet hatte. Bei der Öffnung des Zentrums verlor der SK-Spieler dann irgendwie den Faden und musste sich dem Gegenschlag beugen. Den Rückstand egalisierte Christian Vetterolf in einer mehr als spektakulären Partie. Bereits nach der Eröffnung schnappte sich sein schwarzer Springer den weißen Turm auf dem Eckfeld H1, was folgte, war ein beidseitiger Schlagabtausch. Just als sich die Rauchwolken verzogen und Christian auf die Gewinnerstraße einbog, fand die Partie ein abruptes Ende. Der Hockenheimer Spieler stellte ohne Not einen ganzen Turm ein.
Raimo Vollstädt kam gegen seinen jungen Gegner, der alle Drohungen konsequent verteidigte und sich keine Blöße gab, nicht über eine Punkteteilung hinaus. Die erneute Führung für die Mannheimer erzielte Tatiana Rubina, die ein trotz zwischenzeitlich zweier Mehrbauern nicht einfaches Springerendspiel souverän meisterte. Als der Hockenheimer Spieler seinen Springer hätte aufgeben müssen, da eine Bauernumwandlung seitens Tatiana drohte, gab er lieber die Partie auf. Zwischenstand 3,5:2,5 für Mannheim.
Ein Punkt fehlte noch für den Mannschaftssieg bei zwei laufenden Partien. Am Spitzenbrett kam Dirk Eulberg zunehmend in ein für ihn passives Endspiel, wo sich seine Figuren kaum noch bewegen konnten. Zwar waren bis auf einen gegnerischen Freibauern – der nicht unmittelbar loslaufen konnte – die Bauernketten gegenseitig blockiert, aber langfristig sah das nicht gut aus. Peter Sewarte am 8. Brett musste sich zwar einiger unangenehmer Drohungen aussetzen, verfügte aber zumindest über zwei gesunde Mehrbauern. So richtig vorwärts ging es dennoch nicht.
Nachdem Dirks Gegner den Damentausch forcierte, und der Mannheimer wiederum dadurch seinen Springer aus seiner Passivität befreien konnte, sah diese Partie schon viel freundlicher aus. Im zweiten Match schaffte es Peter hingegen nicht, seinen Vorteil auszubauen, im Gegenteil, durch seine passiven Züge ging erst ein Mehrbauer dahin, danach der zweite. Bei ungleichfabrigen Läufern blieb nunmehr nur der Friedensschluss. Dirk kämpfte währenddessen ebenfalls um die Punkteteilung, brachte seinen Springer und Turm in die richtigen Positionen, so dass für den Hockenheimer kein Durchkommen mehr möglich war. Folglich auch hier die Punkteteilung, eine starke Leistung von Dirk, der sich lange sehr genau verteidigen musste.
4,5:3,5 der Endstand aus Mannheimer Sicht, uneinholbare 3 Punkte Vorsprung vor dem Saisonfinale am 18. Mai bei der zentralen Endrunde in Reilingen.
Schon heute wurde die Meisterschaft ausgiebig bejubelt. Dort ist man beim starken Drittplatzierten SC Leimen zu Gast, der zumindest an den oberen Brettern eine Bank ist.
Auch die 2. Mannschaft des SK Mannheim hat es mit einem Sieg in der Schlussrunde gegen die Reserve der SF Heidelberg in eigener Hand, die Ligazugehörigkeit zu halten.
30.03.25, 20:52 von Frank Schmidt
Es fehlt noch ein Sieg zur Meisterschaft und zum Aufstieg
(Raimo) Schlusslicht zu Gast beim Tabellenführer in der Bereichsliga Nord, eigentlich eine klare Sache? Die Reserve von Ketsch brachte zumindest der ersten Mannschaft des SK Mannheim zwei Gastgeschenke mit. Während ein Spieler aus gesundheitlichen Gründen am Vorabend absagen musste, fand der zweite das Spiellokal der Mannheimer nicht, verlief sich, und kehrte nach Hause zurück, ohne seine Mannschaft zu informieren. Dennis Koch und Ralf Kissel nutzten die freie Zeit für einige Trainingspartien. Mit 2:0 im Rücken spielt es sich natürlich leichter.
Am Spitzenbrett überrannte Dirk Eulberg seinen schnell überforderten Gegenspieler, der alsbald eine Qualität „spucken“ musste. Dies hielt ihn trotzdem nicht im Spiel – 3:0. Nachdem Hans Guggenheim und Michael Wagner kurz hintereinander in ausgeglichenen Partien remisierten, stand es bereits 4:1 für die Mannheimer. Für Hans war es in seiner sechsten Partie diese Saison übrigens der erste halbe Zähler, den er abgeben musste.
Zu diesem Zeitpunkt war bereits abzusehen, dass Peter Sewarte seine Partie verlieren würde. Irgendwo im frühen Mittelspiel kam er vom rechten Wege ab, musste seine Dame ohne ausreichende Materialkompensation verlustig geben. Ketsch verkürzte auf 4:2.
Das Ende des Mannschaftskampfes war mehr als kurios. Christian Vetterolf verhinderte zunächst die gegnerische Rochade, nahm dafür aber Entwicklungsnachteil in Kauf. Die Konterversuche seines Ketscher Gegners scheiterten, und Christian zog einen starken Zentrumsangriff auf, der wohl längerfristig durchgeschlagen hätte. Raimo Vollstädt öffnete die verschachtelte Stellung am Königsflügel. Als sein Gegenspieler den bis auf die sechste Reihe vorgerückten Freibauern mit seinem Springer schlug, drohte Raimo diesen gewinnbringend zu fesseln. Doch auch nach dem Materialgewinn wäre die Stellung im Gleichgewicht geblieben, da der Ketscher nun seinerseits über verbundene Freibauern verfügt hätte. Aber er sah wohl Gespenster. So näherten sich beide Partien der Zeitkontrolle. Innerhalb von zwei Minuten überschritten beide Ketscher Spieler ihre Bedenkzeit und stellten damit den 6:2-Endstand zugunsten des SK Mannheim her.
Bereits in zwei Wochen gastiert die dritte Mannschaft der SV Hockenheim in Mannheim, die sich im unteren Mittelfeld befindet. Mit einem Sieg könnten die Mannheimer in der Vorschlussrunde bereits die Meisterschaft und den Aufstieg perfekt machen. Jedoch sollten die Hockenheimer, die über einen großen und ausgeglichenen Kader verfügen, keinesfalls unterschätzt werden.
16.03.25, 19:45 von Frank Schmidt